Neuer Physiotherapie Tarif 2025 wichtige Änderungen für Praxen
Ab dem 1. Juli 2025 tritt die neue Tarifstruktur für physiotherapeutische Leistungen in der Unfallversicherung (UV), Militärversicherung (MV) und Invalidenversicherung (IV) in Kraft. Was sich für Physiotherapeutinnen, Physiotherapeuten sowie Patientinnen und Patienten ändert, erfährst du hier.

Neuer Tarifvertrag für Physiotherapie ab 2025
Nach mehr als 25 Jahren ohne grössere Anpassungen wird die Tarifstruktur für physiotherapeutische Leistungen im Bereich der Unfallversicherung (UV), Militärversicherung (MV) und Invalidenversicherung (IV) grundlegend überarbeitet. Die neue Regelung tritt am 1. Juli 2025 in Kraft und bringt weitreichende Änderungen mit sich, die sowohl die Vergütung als auch die Abrechnung und Dokumentation betreffen.
Die neue Struktur soll die physiotherapeutischen Leistungen fairer abbilden und sicherstellen, dass unterschiedliche Behandlungsformen angemessen vergütet werden. Gleichzeitig geht sie mit neuen Abrechnungsmodalitäten und einem erhöhten Dokumentationsaufwand einher. Für Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten stellt sich daher die Frage, was sich konkret ändert und wie sich die Neuerungen im Praxisalltag bemerkbar machen.
Warum wurde die Tarifstruktur überarbeitet?
Die bisherigen Tarife entsprachen nicht mehr der Realität moderner Physiotherapie. In den vergangenen Jahrzehnten haben sich neue wissenschaftliche Erkenntnisse, spezialisierte Behandlungsmethoden und digitale Entwicklungen durchgesetzt, die in der bisherigen Tarifstruktur nicht berücksichtigt waren. Gleichzeitig gab es seitens der Versicherungen und Kostenträger den Wunsch nach mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit in der Abrechnung.
Daher wurde der neue Tarif so gestaltet, dass er drei zentrale Ziele erfüllt:
- Differenzierte Vergütung: Die bisher oft pauschale Abrechnung wird durch eine detailliertere Tarifstruktur ersetzt, die den tatsächlichen Aufwand einzelner Behandlungen besser abbildet.
- Neue Behandlungsmethoden: Robotergestützte Rehabilitation, medizinische Trainingstherapie (MTT) oder telemedizinische Behandlungen erhalten eigene Abrechnungscodes und Regeln.
- Klare Dokumentationsvorgaben: Berichte an Versicherungen, interdisziplinäre Fallbesprechungen und besondere Therapieformen sind nun präziser definiert.
Die wichtigsten Änderungen im neuen Tarif 2025
1. Detailliertere Abrechnung für spezialisierte Therapien
Bisher wurden viele Behandlungen unter einer allgemeinen Position zusammengefasst. In der neuen Struktur gibt es eigene Tarife für spezifische Therapieformen wie:
- Robotergestützte Therapie für obere und untere Extremitäten mit festgelegten Maximalzeiten pro Tag.
- Hippotherapie, die neben der eigentlichen Behandlung auch die zusätzlichen Infrastrukturkosten berücksichtigt.
- Medizinische Trainingstherapie (MTT) mit klaren Vorgaben zur Einführung, Reevaluation und selbstständigen Trainingseinheiten.
2. Neue Zuschläge für bestimmte Behandlungsformen
Die Tarifstruktur 2025 erlaubt jetzt Zuschläge für besondere Rahmenbedingungen. So können Praxen künftig abrechnen, wenn:
- eine Behandlung an Sonn- und Feiertagen erfolgt.
- zwei Therapeutinnen oder Therapeuten gleichzeitig eine Behandlung durchführen,
- eine Therapie im Schwimmbad stattfindet und dadurch zusätzliche Infrastrukturkosten anfallen.
3. Einführung der Teletherapie
Physiotherapeutische Sitzungen können in bestimmten Fällen auch per Videotelefonie durchgeführt und abgerechnet werden. Dies ergänzt die klassische Vor-Ort-Therapie und bietet mehr Flexibilität für Patientinnen und Patienten. Dabei gelten klare Vorgaben:
- Videobehandlungen sind möglich, müssen aber die gleiche Qualität wie eine Präsenzsitzung sicherstellen.
- Telefonische Konsultationen sind nur in Ausnahmefällen abrechenbar.
- Kommunikation über E-Mail oder Chat wird nicht als Behandlung anerkannt.
4. Neue Vorgaben für Dokumentation und Berichte
Die Abrechnung von Berichten an Versicherungen wird künftig transparenter gestaltet. Je nach Umfang gibt es unterschiedliche Berichtstypen, die sich nach Seitenzahl oder Zeichenzahl staffeln.
Auch interdisziplinäre Kommunikation und Fallbesprechungen mit anderen Fachpersonen sind jetzt genauer definiert und können unter bestimmten Bedingungen abgerechnet werden.
Automatische Integration in xatlaMed – Keine Umstellung für Praxen notwendig
Viele Physiotherapie-Praxen fragen sich, ob sie ihre Abrechnungssysteme manuell anpassen müssen, um den neuen Tarif zu berücksichtigen. Wer xatlaMed nutzt, muss sich darüber keine Gedanken machen.
Die neue Tarifstruktur wird automatisch in das System übernommen. Das bedeutet:
- Keine manuelle Anpassung der Tarifcodes oder Abrechnungsregeln.
- Alle Abrechnungen erfolgen ab dem 1. Juli 2025 konform mit den neuen Vorgaben.
Damit bleibt der Übergang für Nutzerinnen und Nutzer von xatlaMed denkbar einfach. Während sich viele Praxen mühsam mit neuen Abrechnungsmodalitäten auseinandersetzen müssen, können Kundinnen und -Kunden von xatlaMed weiterhin reibungslos abrechnen.
Was bedeutet der neue Tarif für den Praxisalltag?
Die Anpassung bringt sowohl Vorteile als auch Herausforderungen mit sich. Einerseits sorgt die differenziertere Vergütung für eine gerechtere Bezahlung physiotherapeutischer Leistungen, andererseits steigt der Dokumentationsaufwand.
Besonders die neuen Berichtsregelungen und die erweiterten Abrechnungsmöglichkeiten für interdisziplinäre Zusammenarbeit erfordern ein genaues Verständnis der neuen Vorgaben. Wer frühzeitig mit der neuen Struktur vertraut ist, kann Fehler vermeiden und sicherstellen, dass die Abrechnung korrekt erfolgt.
Physioswiss bietet in den kommenden Monaten Schulungen an, um die Einführung des neuen Tarifs zu begleiten.
Fazit: Eine grosse Veränderung mit spürbaren Auswirkungen
Mit der neuen Tarifstruktur ändert sich einiges für Physiotherapie-Praxen. Die differenzierte Vergütung sorgt für eine genauere Abrechnung, während neue Abrechnungsoptionen und Dokumentationspflichten eine Umstellung im Praxisalltag erfordern.
Dank der automatischen Integration in xatlaMed müssen sich Nutzerinnen und Nutzer jedoch keine Sorgen um manuelle Anpassungen machen. Die Software sorgt dafür, dass alle Abrechnungen ab dem 1. Juli 2025 den neuen Vorgaben entsprechen, sodass sich Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten weiterhin voll auf ihre Patientinnen und Patienten konzentrieren können.
Wer sich frühzeitig mit den neuen Regeln vertraut macht und auf eine zuverlässige Abrechnungssoftware setzt, wird die Umstellung problemlos meistern.
Hast du Fragen zur neuen Tarifstruktur oder zur automatischen Integration in xatlaMed? Schreibe uns eine Nachricht oder vereinbare einen Beratungstermin.